Ein Objekt ist eine Einheit des Modells der Umwelt.
Die Umwelt, die zusammen mit dem Subjekt die psychische Wirklichkeit bildet, ist selbst ein Modell. Sie ist weder mit der unabhängigen Wirklichkeit identisch noch eine Kopie von ihr. Die Psyche konstruiert dieses Modell aus dem Wissen, das von den psychischen Funktionen generiert wird.
Daher muss ein Objekt von dem unterschieden werden, was unabhängig von der Psyche existiert. Das Objekt gehört zum Modell: Es ist ein Element der von der Psyche generierten Umwelt.
Ein Objekt wird in der Zeit wahrgenommen. Es kann seine Identität bewahren und zugleich seinen Zustand verändern, an Handlungen teilnehmen und mit anderen Objekten interagieren. Das Wissen über das, was erhalten bleibt, wird von der Funktion der Wahrnehmung von Invarianten (S) generiert, das Wissen über das, was sich verändert, von der Funktion der Wahrnehmung von Veränderungen (N).
Ausführlicher lässt sich ein Objekt daher folgendermaßen definieren:
Ein Objekt ist eine Einheit des Modells der Umwelt, die in der psychischen Wirklichkeit als in der Zeit existierend repräsentiert ist.
Mehr zum Begriff des Objekts, zu seinen Zuständen sowie zu Handlungen, Interaktionen und Prozessen: Was ist ein Objekt?.
Zur Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt und zu einer früheren Entwicklungsstufe dieser Begriffe: Subjekt und Objekt.