Methode zur Bestimmung des psychologischen Typs

Eine Hypothese über den psychologischen Typ eines Autors stützt sich nicht auf seine Biographie, seine Selbstauskunft oder sein beobachtbares Verhalten, sondern auf die Analyse der Verteilung der Inhalte der psychologischen Funktionen in seinen Texten.

Dies unterscheidet sich grundlegend von den meisten bestehenden Ansätzen. Zum Beispiel:

  • Jung stützte sich vor allem auf klinische Beobachtungen, Gespräche und Assoziationsexperimente.
  • MBTI basiert zu einem erheblichen Teil auf der Selbstauskunft der untersuchten Person.
  • Die Sozionik verwendet häufig Beobachtungen des Verhaltens, des Erscheinungsbildes, der Art der Kommunikation und manchmal sogar Fotografien.

Im vorliegenden Ansatz ist der Gegenstand der Analyse ein anderer:

nicht der Mensch selbst, sondern das Produkt der Arbeit seines Bewusstseins – der Text.

Methode der Textanalyse

Diese Methode beruht auf mehreren relativ strengen Grundsätzen:

  • analysiert wird ausschließlich der Inhalt des Textes;
  • untersucht werden die Inhalte der psychologischen Funktionen, die im Text zum Ausdruck kommen, nicht jedoch Handlung, Stil oder Biographie des Autors;
  • Schlussfolgerungen beziehen sich zunächst auf den Text selbst;
  • erst nach der Analyse mehrerer Texte kann eine Hypothese über den psychologischen Typ des Autors formuliert werden.

Bei der Analyse werden nicht nur die Inhalte der psychologischen Funktionen berücksichtigt, sondern auch die Häufigkeit, mit der die Inhaltseinheiten der verschiedenen Funktionen auftreten, sowie die Art ihrer Verteilung im Text. Eine ausführliche Beschreibung dieser Merkmale findet sich in einem gesonderten Artikel.