RM-ODP

RM-ODP (Reference Model of Open Distributed Processing) ist ein formales System von Begriffen und Modellierungsprinzipien, das zur Beschreibung offener verteilter Systeme entwickelt wurde.

RM-ODP ist als ISO/IEC 10746 und als Reihe der ITU-T-Empfehlungen X.901–X.904 standardisiert. Das Referenzmodell wurde im Bereich der Informatik entwickelt und ist nicht zur Beschreibung der Psyche bestimmt. Es stellt jedoch einen hinreichend allgemeinen und präzisen Begriffsapparat bereit, von dem einige Elemente auch bei der Konstruktion eines Bewusstseinsmodells verwendet werden können.

Für das Bewusstseinsmodell sind insbesondere die Begriffe Objekt, Zustand, Handlung, Interaktion, Verhalten, Prozess, Umwelt und Abstraktion von Bedeutung.

Die Verwendung dieser Begriffe ermöglicht eine wichtige Unterscheidung zwischen der Wirklichkeit und ihrem Modell. So wird beispielsweise ein Objekt in RM-ODP nicht einfach als Entität, sondern als Modell einer Entität definiert. Ein Objekt gehört somit zum Modell und darf nicht mit dem gleichgesetzt werden, was modelliert wird.

Im Bewusstseinsmodell werden die Begriffe von RM-ODP nicht als fertige Theorie der Psyche verwendet, sondern als formale Modellierungssprache. Sie werden präzisiert und im Hinblick auf die psychische Wirklichkeit und die Umwelt als ein von der Psyche konstruiertes Modell neu interpretiert.

Mehr zur Verwendung der Begriffe von RM-ODP bei der Definition des Objekts: Was ist ein Objekt?.

Zur Anwendung von Begriffen aus RM-ODP bei der Unterscheidung von Interesse, Relevanz, Bedeutsamkeit und Aufmerksamkeit: Interesse, Relevanz, Bedeutsamkeit und Aufmerksamkeit.